Dem Verein für Literatur ist es gelungen, innerhalb der Veranstaltungsreihe ”SCENE UNGARN IN NRW“ zwei einmalige Veranstaltungen mit den bemerkenswertesten Vertretern der ungarischen Gegenwartsliteratur nach Dortmund einzuladen.
Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme an diesen Veranstaltungen ein.
Der Eintritt ist frei.
Die erste Veranstaltung ist der Lyrik gewidmet:
6. DORTMUNDER LYRIKTAG – UNGARN
ORSOLYA KALÁSZ UND ISTVÁN KEMÉNY
Donnerstag 20/05/2010
20:00 Uhr
Kulturhaus Taranta Babu,
Humboldtstr. 44
44137 Dortmund
Mit Orsolya Kalász und István Kemény sind zwei wichtige Stimmen der jüngeren ungarischen Lyrikergeneration beim 6. Dortmunder Lyriktag zu Gast.

Orsolya Kalász wird am 4. Juli 1964 in Dunaújváros Ungarn geboren. Von 1972 bis 1974 lebt sie mit ihrer Familie in Berlin. Durch den Besuch einer deutschen Grundschule wird Deutsch zu ihrer zweiten Sprache. Von 1980 bis 1985 studiert sie Germanistik, Ungarische Literatur und Sprachwissenschaft an der Geisteswissenschaftlichen Universität Eötvös Lórand in Budapest. Seit 1984 arbeitet und veröffentlicht sie als Autorin und Übersetzerin. Orsolya Kalász lebt in Budapest und Berlin, seit 1996 ihr zweiter Wohnsitz.

István Kemény, 1961 in Budapest geboren, begann Jura zu studieren, wechselte dann jedoch die Fächer und schloss 1993 in Ungarischer Literatur und Geschichte ab. Noch nicht dreißigjährig erhielt er bereits seine ersten beiden Literaturpreise. Kemény verfasst neben Gedichten kurz Prosastücke, in denen er in nüchternem Stil moralische Fragen behandelt. Außerdem hat er unter dem Titel „Die Kunst des Feindes“ einen experimentellen Roman veröffentlicht. Seine Gedichte wurden übersetzt von Orsolya Kalász, Monika Rinck, Gerhard Falkner und Steffen Popp.
Beide Autoren lesen aus ihren im «gutleut verlag» erschienenen Gedichten und sprechen über ihre Poetik.
Veranstaltet von: Verein für Literatur e.V. Dortmund (www.vfl-do.de), Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, Kulturbüro Stadt Dortmund
Die zweite Veranstaltung ist eine ganz besondere:
YOKO TAWADA UND LÁSZLÓ MÁRTON
»SONDERZEICHEN EUROPA – EIN POETISCHER DIALOG«
Mittwoch 26/05/2010
16:00 Uhr
Technische Universität, Kulturwissenschaften,
Emil-Figge-Str. 50 Raum 3.427 (3. Stock)
44227 Dortmund
Die japanische Autorin Yoko Tawada und der ungarische Autor László Márton führen in «Sonderzeichen Europa» in acht Briefen einen poetischen Dialog über Himmelsrichtungen, kulturelle Identitäten und Besonderheiten – beide als Sprachforscher, Sprachspieler und «poetische Ethnologen».

Yoko Tawada, 1960 in Tokyo/Japan geboren, lebt seit 1982 in Deutschland. Sie schreibt Lyrik, Prosa und Essays auf Deutsch und auf Japanisch. In beiden Ländern erhielt sie wichtige literarische Auszeichnungen und Preise.

László Márton, 1959 in Budapest geboren, studierte Literaturwissenschaft und Soziologie. Er ist einer der großen Erzähler Ungarns und ein geschätzter Übersetzer. Er hat Goethe, Kleist, Novalis, Grillparzer, Benjamin sowie Gedichte des Barock ins Ungarische übersetzt. Er lebt als freier Schriftsteller und Übersetzer in Budapest.
Diese Veranstaltung ist in Kooperation mit dem Goethe-Institut Budapest entstanden und – das sagen wir nicht ohne Stolz – ein einmaliges Ereignis: machen Sie sich auf den Weg in die Universität, Abteilung Kulturwissenschaften!
»Sonderzeichen Europa« ist erschienen als Ranitz Dialog I in einer bibliophilen Ausgabe der Edition Thanhäuser.
Veranstaltet von: Verein für Literatur e.V. Dortmund, «tu dortmund» Institut für deutsche Sprache und Literatur, Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, Kulturbüro Stadt Dortmund
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