Nelly-Sachs-Preis
Literaturpreis der Stadt Dortmund

 

Nelly-Sachs-Preis 2009

Literaturpreis geht an Margaret Atwood

Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood wurde im September 2009 von der Jury mit dem Literaturpreis der Stadt Dortmund - Nelly-Sachs-Preis 2009 - ausgezeichnet.

Sie erhält den Preis am Sonntag, 21. März 2010, im Rahmen einer Feierstunde in der Bürgerhalle des Rathauses.

Die Laudatio hält die Literaturwissenschaftlerin Frauke Meyer-Gosau, Redakteurin der Zeitschrift "Literaturen". Die ursprünglich für Dezember 2009 geplante Preisverleihung war wegen der angespannten Haushaltslage zunächst ausgesetzt worden.

Margaret Atwood hat in diesem Herbst mit ihrem neuen, apokalyptischen Roman "Das Jahr der Flut" nicht nur bei der Frankfurter Buchmesse für Aufsehen gesorgt. Die umweltbewusste Autorin ist zu ihrer Lesereise für dieses Buch statt mit einem Düsenjet mit einem Schiff nach London gereist und fährt zu Hause ein Hybridauto. Laut "Spiegel" setzt sie im heimatlichen Toronto Sonnensegel statt der üblichen Aircondition gegen die Sommerhitze ein. Die politische Mahnerin, die im vergangenem Jahr - noch vor der internationalen Finanzkrise - in ihrem Essayband "Payback: Schulden und die Schattenseiten des Wohlstands" vor der Schuldenspirale warnte, hält Klimawandel und Umweltzerstörung für die eigentlichen Gefahren der Menschheit.

Text: www.dortmund.de


Magaret Atwood

Die Stadt Dortmund vergibt alle zwei Jahre den mit 15.000 Euro ausgestatteten renommierten Literaturpreis, der nach der deutschen Lyrikerin und ersten Preisträgerin Nelly-Sachs benannt ist.

Mit dem Literaturpreis sollen Persönlichkeiten geehrt und gefördert werden, welche überragende schöpferische Leistungen auf dem Gebiet des literarischen und geistigen Lebens hervorbringen und
• die insbesondere eine Verbesserung der kulturellen Beziehungen zwischen den Völkern zum Ziel haben,
• die sich der Förderung der zwischenstaatlichen Kulturarbeit als eines neuen und verbindenden Elementes zwischen den Völkern besonders angenommen haben,
• die in ihrem Leben und Wirken die geistige Toleranz und Versöhnung unter den Völkern verkündet und vorgelebt haben.
Der Preis wird jeweils im Dezember in Anlehnung an den Geburtstag von Nelly Sachs (10.12.) in einem Festakt im Dortmunder Rathaus verliehen.

Preisträger/innen

1961 Nelly Sachs (Stockholm)
1963 Johanna Moosdorf (Berlin)
1965 Max Tau (Oslo)
1967 Alfred Andersch (Berzona)
1969 Giorgio Bassani (Rom)
1971 Ilse Aichinger (Grossgmain bei Salzburg)
1973 Paul Schallück (Köln)
1975 Elias Canetti (London)
1977 Herrmann Kesten (New York)
1979 Erich Fromm (Frankfurt am Main)
1981 Horst Bienek (München)
1983 Hilde Domin (Heidelberg)
1985 Nadine Gordimer (Johannesburg)
1987 Milan Kundera (Paris)
1989 Andrzej Szczypiorski (Warschau)
1991 David Grossmann (Jerusalem)
1993 Juan Goytisolo (Marrakesch)
1995 Michael Ondaatje (Toronto)
1997 Javier Marias (Spanien)
1999 Christa Wolff (Deutschland)
2001 Georges-Arthur Goldschmidt (Frankreich)
2003 Per Olov Enquist (Schweden)
2005 Aharon Appelfeld (Israel)
2007 Rafik Shami (Syrien/Deutschland)

 

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